Life Cycle Assessment (LCA) – Complete guide for beginners

Umweltauswirkungen und Ökobilanz

Eine Ökobilanz, auch Lebenszyklusanalyse (eng: Life cycle assessment, LCA) genannt, ist eine Analyse der Auswirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung auf seine Umwelt. Aber wer profitiert davon? Wie genau funktioniert sie? In diesem Leitfaden erhalten Sie einen detaillierten, nicht-technischen Überblick über:

  • Was eine Ökobilanz wirklich ist,
  • die verschiedenen Herangehensweisen,
  • wie sie in der Praxis funktioniert,
  • und wer von ihr profitieren kann.

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Was ist eine Lebenszyklusanalyse (LCA)?

Welche Umweltauswirkungen hat ein Objekt auf die Welt?

 

Diese Frage haben Sie sich wahrscheinlich schon oft gestellt (manchmal ohne es zu wissen). Zum Beispiel im Supermarkt:

„Wie umweltfreundlich waren die Produkte, die ich gerade gekauft habe? Hätte ich die Tomaten aus den Niederlanden oder aus Spanien kaufen sollen?“

 

Dies ist, kurz gesagt, die Frage, die eine Ökobilanz zu beantworten versucht. Eine Ökobilanz misst die Umweltauswirkungen eines Produkts in jeder Phase seines Lebens – von der Produktion bis zum Abfall (oder Recycling usw.).

 

Aber eine Ökobilanz ist nicht einfach – unzählige Faktoren spielen eine Rolle:

 

  • Welche Rohstoffe wurden im Produktionsprozess verwendet, und woher stammen sie? Was ist mit Boden, Saatgut und Dünger?
  • Wie werden meine Waren hergestellt? Brauche ich Heizung, Wasser und Lüftung?
  • Wie wurden die Waren transportiert? Mit dem Lkw, der Bahn oder dem Flugzeug?

Ein klarer Rahmen für die Messung der Umweltauswirkungen

Bei all diesen Faktoren wird es schnell unübersichtlich. Deshalb bietet die Ökobilanz einen standardisierten Rahmen für die Messung der Umweltauswirkungen z. B. eines Produkts.

 

Das Ziel einer Ökobilanz ist nicht nur die Erstellung von Daten, sondern auch die Erleichterung von Entscheidungen. Deshalb wird sie immer mit einem bestimmten Ziel vor Augen erstellt. Zum Beispiel, um ein Produkt nachhaltiger zu machen.

 

In diesem Leitfaden gehen wir das Konzept einer Ökobilanz Schritt für Schritt durch. Der Aufbau:

 

    1. Wer braucht eine Ökobilanz? Und warum? Warum sollten wir überhaupt eine Ökobilanz durchführen? Für wen ist sie relevant? Wer kann von ihr profitieren?
    2. Der Produktlebenszyklus. Was sind die verschiedenen Phasen im Lebenszyklus eines Produkts?
    3. Die 4 Phasen einer Ökobilanz.
    4. LCA-Normen und die rechtliche Situation – ein kurzer Überblick
    5. LCA: Kritik
    6. LCA-Tools, die Sie verwenden können

 

Der Quick Guide zu LCA

Achtung! In diesem Artikel gehen wir ins Detail – aber wir haben auch eine 1-seitige englischsprachige Kurzanleitung zu LCA. Wenn Sie das kostenlose PDF erhalten möchten, klicken Sie hier (keine Anmeldung erforderlich).

1. Wer braucht eine Ökobilanz? Und warum?

Bevor wir uns damit befassen, wie eine Ökobilanz funktioniert, sollten wir zunächst einmal klären, wer sie überhaupt braucht.

Nachhaltigkeit – relevant für Alle?

Wenn Sie darüber nachdenken wer daran interessiert sein könnte mehr über die Auswirkungen Ihres Unternehmens zu erfahren, könnten Sie wahrscheinlich Alle nennen.

Personalverantwortliche könnten zum Beispiel argumentieren, dass potenzielle Bewerber es interessant finden, mehr über den ökologischen Fußabdruck ihres künftigen Arbeitgebers zu erfahren.

Die Ökobilanz ist jedoch eine sehr spezifische Analyse. Sie bildet die Grundlage für jede Nachhaltigkeits- oder CSR-Strategie in einem Unternehmen. Denn Entscheidungen kann man nur auf der Grundlage von Daten treffen, die man zuvor gemessen hat.

Unseren Daten zufolge können die folgenden 4 Abteilungen in Ihrem Unternehmen auf der Grundlage einer Ökobilanz sofort Maßnahmen ergreifen.

Produktmanagement / Forschung und Entwicklung (F&E)

Es gibt zwei Gründe, warum eine Lebenszyklusanalyse für das Produktmanagement interessant sein kann.

Grund 1: Einhaltung von Vorschriften

Oft müssen Unternehmen Vorschriften einhalten, um ihre Geschäfte weiterführen zu können.

In einigen Ländern gibt es standardisierte Ausschreibungen für öffentliche Projekte. Diese Ausschreibungen verlangen von den Unternehmen, dass sie die Umweltdaten ihrer Produkte offenlegen – und dafür müssten Sie eine Ökobilanz erstellen.

Ein Unternehmen, das Asphalt für ein öffentliches Straßenbauprojekt liefert, muss zum Beispiel den ökologischen Fußabdruck dieses Produkts angeben, um an dieser Ausschreibung teilnehmen zu können. Die Einhaltung dieser Vorschriften, oder die Optimierung bestehender Produkte, damit sie in Zukunft den Vorschriften entsprechen, kann für das Produktmanagement wichtig sein.

Grund 2: Entwicklung neuer Produkte

Neue Produkte sollten so emissionsarm wie möglich sein. Dafür kann es viele Gründe geben – Unternehmensrichtlinien, Vorschriften, Kundenwünsche – und oft geht es einfach darum, die Ressourcen des Unternehmens effizienter zu nutzen.

Ein Anwendungsfall für eine Ökobilanz könnte darin bestehen, dass in der Forschung und Entwicklung zwei verschiedene Materialien miteinander verglichen werden, und wie diese unterschiedlichen Materialien die Umweltauswirkungen des Endprodukts beeinflussen.

Lieferkettenmanagement / Beschaffung

In vielen Branchen ist die Lieferkette für mehr als 80 % der Umweltauswirkungen verantwortlich.

Das bedeutet, dass die Beschaffung bei anderen Lieferanten einen massiven Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck Ihres Produkts haben kann.

Für Manager der Lieferkette ist die Wahl des richtigen Lieferanten oft eine schwierige Entscheidung, bei der weit mehr Faktoren als nur der Preis eine Rolle spielen. Eine Ökobilanz kann jedem, der im Lieferkettenmanagement oder in der Beschaffung tätig ist, praktische Informationen darüber liefern, von welchem Unternehmen er einkaufen sollte.

 

Marketing und Vertrieb

Mehr als 81 % der Verbraucher sind heute der Meinung, dass Unternehmen zur Verbesserung der Umwelt beitragen sollten.

Für Marketing und Vertrieb bedeutet dies, dass Sie wissen müssen, wie nachhaltig Ihre Produkte sind – und wie Sie dies Ihren Kunden vermitteln können.

Eine Ökobilanz ist der wichtigste Schritt auf diesem Weg. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse können Sie erkennen, wo Sie bereits einen Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern haben – und wo Ihr Unternehmen Möglichkeiten nutzen kann, um nachhaltiger zu werden.

Führungsebene & Strategisches Management

Nachhaltigkeitsmanager sind noch eine relativ neue Position. Aber immer mehr Unternehmen verstehen, dass Nachhaltigkeit kein Thema ist, das man mit einfachem “Greenwashing” lösen kann.

Um strategische Entscheidungen darüber zu treffen, wie ein Unternehmen einen positiveren Einfluss auf die Umwelt haben kann, ist die Zustimmung der Führungsebene wichtig. Deshalb sollte jede Ökobilanz umsetzbare Erkenntnisse an die oberste Führungsebene weitergeben.

Eine Ökobilanz betrachtet Produkte aus einem weiten Blickwinkel und analysiert mehr als nur die Kohlenstoffdioxidauswirkungen. Deshalb liefert sie in der Regel Erkenntnisse, die einer anderen Analyse möglicherweise entgehen – eine enorme Chance für das gesamte Unternehmen.

Zusammenfassung: Für wen ist eine Ökobilanz interessant?

Produktmanagement / Forschung und Entwicklung:

  1. Einhaltung von Vorschriften,
  2. Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte

Lieferkettenmanagement & Beschaffung

Bessere Lieferanten finden

Marketing und Vertrieb

Auf die Kundennachfrage nach Nachhaltigkeit reagieren

Führungsebene und strategisches Management

Verankerung der Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen

Nebenbei bemerkt: Nachhaltigkeit klingt oft wie ein abstraktes Konstrukt. In Wirklichkeit kann nachhaltiger sein einfach bedeuten, weniger Energie zu verbrauchen, Materialien zu recyceln oder Prozesse zu rationalisieren. All diese Maßnahmen können ausserdem große Mengen an Geld einsparen, den Gewinn sofort steigern und ein Unternehmen unabhängiger machen.

Bevor wir in den Prozess einer Ökobilanz eintauchen, sollten wir definieren, was der Produktlebenszyklus eigentlich ist.

2. Der Produktlebenszyklus in der Ökobilanz

Wenn wir den Lebenszyklus eines Produkts bewerten wollen, müssen wir zunächst definieren, woraus dieser Lebenszyklus eigentlich besteht.

5 Schritte eines Produktlebenszyklus: Von der Wiege bis zur Bahre

Wir werden gleich über verschiedene Konzepte des Produktlebenszyklus sprechen, aber im Allgemeinen besteht der Produktlebenszyklus aus fünf Phasen:

Die 5 Schritte eines Produktlebenszyklus (von der Wiege bis zur Bahre)

  • Gewinnung von Rohstoffen
  • Herstellung und Verarbeitung
  • Transport
  • Nutzung & Handel
  • Abfallentsorgung

Verschiedene Lebenszyklusmodelle

Auf der Grundlage der Phasen, die Sie interessieren oder für die Ihnen Daten zur Verfügung stehen, können Sie entscheiden, ob Sie Phasen einbeziehen oder herausnehmen möchten. In der Regel gibt es 4 Produktlebenszyklusmodelle, die Sie für Ihre Ökobilanz wählen können.

Von der Wiege bis zur Bahre (eng: Cradle-to-grave)

Wenn Sie die Auswirkungen eines Produkts entlang der 5 Schritte des Produktlebenszyklus analysieren, wird dies als Cradle-to-Grave bezeichnet. Die Wiege (eng: cradle) ist die Entstehung des Produkts mit der Beschaffung der Rohstoffe, das Grab (eng: grave) ist die Entsorgung des Produkts. Der Transport wird als Schritt 3 genannt, kann aber in Wirklichkeit zwischen allen Schritten liegen.

Wiege zum Tor (eng: Cradle-to-Gate)

Bei Cradle-to-Gate wird ein Produkt nur so lange bewertet, bis es die Werkstore verlässt, bevor es zum Verbraucher transportiert wird. Das bedeutet, dass die Nutzungs- und Entsorgungsphase weggelassen wird. Eine Cradle-to-Gate-Analyse kann die Komplexität einer Ökobilanz erheblich reduzieren und somit schneller zu Erkenntnissen führen, insbesondere über interne Prozesse. Cradle-to-Gate-Bewertungen werden häufig für Umweltproduktdeklarationen (eng: environmental product declarations, EPD) verwendet.

Umwelt-Produktdeklarationen (EPD)

Umweltproduktdeklarationen sind standardisierte Zertifizierungen einer Ökobilanz, die meist dazu dienen, Umweltdaten von Unternehmen zu Unternehmen zu verifizieren.

Cradle-to-Cradle

Cradle-to-cradle ist ein Konzept, auf das im Rahmen der Kreislaufwirtschaft häufig Bezug genommen wird. Es ist eine Abwandlung des Cradle-to-Grave-Konzepts, bei dem das Abfallstadium durch ein Recyclingverfahren ersetzt wird, das es für ein anderes Produkt wiederverwendbar macht und so den Kreislauf schließt. Aus diesem Grund wird es auch als Kreislaufrecycling bezeichnet.

Tor-zu-Tor

Gate-to-Gate wird manchmal in Produktlebenszyklen mit vielen wertschöpfenden Prozessen in der Mitte verwendet.

Um die Komplexität der Bewertung zu verringern, wird nur ein Wertschöpfungsprozess in der Produktionskette bewertet. Diese Bewertungen können später miteinander verknüpft werden, um eine umfassendere Ökobilanz zu erstellen.

Es gibt drei weitere LCA-Konzepte, die für spezielle Anforderungen verwendet werden:

Well-To-Wheel

Well-to-Wheel wird für die Ökobilanz von Kraftstoffen und Fahrzeugen verwendet. Weil es hier viele Zwischenschritte gibt- „Well-to-tank“ und „Tank-to-wheels“ – ist dieser Ansatz präziser in der Berechnung und Zuordnung von Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch für die verschiedenen Stufen.

Ökonomische Input-Output-Bilanz des Lebenszyklus (ÖIOLCA)

Die ÖIOLCA aggregiert Branchendaten mit dem Ziel, Umweltauswirkungsdaten für bestimmte Sektoren innerhalb der Wirtschaft zu erstellen. Diese Durchschnittswerte werden manchmal verwendet, wenn keine genauen Daten verfügbar sind. Sie vermitteln kein genaues Bild der Auswirkungen, helfen aber, Lücken zu füllen. Eine ÖIOLCA ist jedoch nicht genau genug, um Entscheidungen auf Produktebene zu treffen.

Umweltverträglichkeitsprüfung

Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist eine Analyse, die häufig im öffentlichen Sektor durchgeführt wird, um die möglichen Auswirkungen eines neuen Bauprojekts zu untersuchen.

3. Die 4 Phasen einer Lebenszyklusanalyse

Nachdem wir nun die Unterschiede zwischen den Ökobilanzmodellen verstanden haben, tauchen wir tiefer in die eigentlichen Phasen einer Ökobilanz ein. Die Phasen einer Ökobilanz sind in den ISO-Normen 14040 und 14044 definiert.

Eine Ökobilanz besteht aus 4 Phasen:

    1. Definition des Ziels und des Umfangs
    2. Analyse des Inventars
    3. Bewertung der Auswirkungen
    4. Auswertung

Wie Sie in der folgenden Grafik sehen können, hängen die einzelnen Schritte voneinander ab.

Die Interpretation der Ökobilanz kann nicht nur stattfinden wenn die eigentliche Bewertung vollständig abgeschlossen ist. Insbesondere wenn eine Ökobilanz komplexer wird, hilft die kontinuierliche Interpretation der Ergebnisse, die Analyse im weiteren Verlauf zu optimieren.

 

Phase 1: Definition von Ziel und Umfang

In der ersten Phase unserer Ökobilanz legen wir fest, was genau wir analysieren wollen – und wie tief wir mit unserer Analyse gehen wollen.Die Festlegung des Ziels und des Umfangs erfüllt drei sehr wichtige Funktionen:

1. Was werden wir bewerten?

Handelt es sich um ein Produkt? Wenn ja, wie viel von dem Produkt werden wir bewerten (funktionale Einheit)? Damit sind der Produktlebenszyklus und die Auswirkungen, die wir analysieren werden, definiert.

2. In welchem System werden wir die Bewertung durchführen?

Außerdem müssen wir entscheiden, auf welche Wirkungskategorien wir uns bei der Bewertung konzentrieren wollen. 

Es könnte zum Beispiel sein, dass wir für eines unserer Produkte eine Umweltproduktdeklaration erstellen wollen. Wenn dies das Ziel ist, müssen wir unsere Bewertung auf die von den politischen Gremien, z. B. dem Bauministerium, geforderten Methoden abstimmen.

3. Was werden wir nicht bewerten?

Die Wertschöpfungskette kann sehr tief gehen.

Eine bestimmte Tiefe könnte jedoch für unsere Analyse uninteressant sein. Wir könnten zum Beispiel beschließen, dass wir die Details der Vorformen unserer Rohstoffe nicht in der Tiefe analysieren. Auch die sozialen Auswirkungen der von uns untersuchten Einheit könnten nicht vollständig relevant sein.

Dies ist ein äußerst wichtiger Schritt. Denn eine Analyse kann – theoretisch – nie ganz abgeschlossen sein. Wenn wir einen bestimmten Rohstoff analysieren, werden wir dann auch die Auswirkungen auf die Familie des Arbeiters untersuchen, der ihn geerntet hat?

 

Zusammenfassung: 1. Schritt einer Ökobilanz – Ziel und Umfang

Die Definition von Ziel und Umfang einer Ökobilanz bedeutet, dass wir festlegen, was wir analysieren wollen, wie wir es analysieren wollen und wie weit wir mit unserer Analyse gehen wollen.

Beispiel für Ziel und Umfang einer Ökobilanz:

Um zu zeigen, wie eine Ökobilanz in der Praxis aussehen kann, nehmen wir das Beispiel eines einfachen T-Shirts. Ein T-Shirt ist ein relativ einfaches Produkt. Dennoch muss man eine Reihe von Dingen berücksichtigen, um eine richtige Ökobilanz zu erstellen. Wir haben unsere T-Shirt-Ökobilanz in Mobius modelliert, unserem eigenen einfachen Produkt-Fußabdruck-Tool.

Zusammenfassung von Ziel und Umfang der Analyse eines T-Shirts:

  • Das Ziel ist es, das T-Shirt nachhaltiger zu machen, indem die Emissionen während des Lebenszyklus reduziert werden. Ein weiteres Ziel ist die effizientere Herstellung des T-Shirts durch die Rationalisierung von Prozessen.
  • Wir werden das T-Shirt als Ganzes betrachten und die Umweltauswirkungen von der Wiege bis zur Bahre analysieren. Wir werden uns die CO₂-Emissionen ansehen, die ein T-Shirt verursacht.

In diesem Video modellieren wir eine einfache Produkt-Ökobilanz für ein T-Shirt in Ecochain Mobius, unserem eigenen einfachen Produkt-Fußabdruck-Tool.

 

Phase 2: Lebenszyklus-Inventarisierung

Die Lebenszyklusinventaranalyse (eng: Life Cycle Inventory, LCI) befasst sich mit den Eingängen und Ausgängen eines Produkts oder einer Dienstleistung von/zu der Umwelt . Sie ist im Wesentlichen die Datenerfassungsphase unserer Ökobilanz.

Betrachten Sie sie als Eimer:

In Phase 1 haben wir die Bereiche definiert, in die wir unsere Daten einordnen wollen, in Phase 2 füllen wir die Bereiche auf.

Ziel ist es, die Umweltein- und -ausgänge zu quantifizieren – das heißt, wir messen alles, was in das in Phase 1 definierte System hinein- und aus ihm herausfließt.

Was könnten diese Eingänge und Ausgänge sein?

  • Rohmaterialien oder Ressourcen
  • Verschiedene Arten von Energie
  • Wasser
  • Emissionen in Luft, Boden oder Wasser nach Stoffen

Überblick: Die Daten, die Sie für eine Ökobilanz benötigen (Blog)

Diese Analyse kann äußerst komplex sein. Denn Produktionsprozesse und Lieferketten können komplexe Gebilde sein.

Deshalb nimmt die Lebenszyklusinventaranalyse in der Regel die meiste Arbeit und Zeit in Ihrer Ökobilanz in Anspruch.

Wie werden die Daten für die Lebenszyklusinventaranalyse erhoben?

Ökobilanzen werden heute von Fachleuten durchgeführt, die umfassend in den Normen und Standards geschult sind, die definieren, wie eine Ökobilanz aussehen sollte. Auf diese Normen gehen wir später in diesem Leitfaden näher ein. Mit Softwarelösungen wie unseren Produkt-Fussabdruck-Werkzeugen Mobius und Helix kann jedoch jeder eine Ökobilanz durchführen.

Viele der Daten für die Ökobilanz sind bereits vorhanden – zum Beispiel in Ihrer Strom- oder Wasserrechnung. Aber das sind natürlich nicht alle Daten, die wir brauchen.

Deshalb sammeln wir bei Ecochain in dieser Phase Daten mit Hilfe von Datenerfassungsbögen. In diesen Blättern werden quantitative Daten auf Unternehmens-, Prozess- und Produktebene gesammelt. Wenn wir qualitative Daten benötigen, verwenden wir Fragebögen. Die Datenblätter werden von den Beteiligten im Unternehmen ausgefüllt, die Zugang zu den Daten haben.

Manchmal müssen wir auch Branchendurchschnitte verwenden. Diese werden als Sekundärdaten bezeichnet. In unserem Blog können Sie mehr über die verschiedenen Arten von Daten lesen (Primär- vs. Sekundärdaten).

Eine Methode hierfür wäre die bereits beschriebene wirtschaftliche Input-Output-Ökobilanz, die uns Daten zum Ausfüllen einiger Lücken liefern kann. In anderen Fällen könnte es sich bei den Durchschnittswerten um aggregierte Daten handeln, die von Branchenorganisationen, Finanzinstituten, Nichtregierungsorganisationen oder Marktforschungsunternehmen gesammelt wurden.

Modellierung des AKI: Bestandsflussmodelle

Die Erfassung der Input- und Outputdaten in einer Liste oder Tabelle würde schnell zu Verwirrung führen. Außerdem würden dadurch wichtige Zusammenhänge verloren gehen.

Deshalb wird die Sachbilanz typischerweise mit einem Flussmodell dargestellt (Bild unten).

Das Flussmodell zeigt deutlich das System und die Einheit, die wir analysieren, sowie die Ein- und Ausgänge. Die Daten innerhalb des Modells müssen für alle Aktivitäten im Rahmen unserer Ökobilanz gesammelt werden.

 

Beispiel für eine Ökobilanz: Flussmodell

Ein T-Shirt besteht aus Stoff, der zusammengenäht wird. Auch der Stoff selbst durchläuft verschiedene Behandlungsprozesse. So sieht das obige Flussmodell in Mobius aus (Sie können auf das vollständige Modell kostenlos zugreifen, wenn Sie sich für die 14-tägige kostenlose Testversion von Mobius, unserer LCA-Software, anmelden). Klicken Sie, um das Bild zu vergrößern!

 

Und so sieht die Ökobilanz eines T-Shirts aus, wenn wir sie in einem strukturellen “Baumdiagramm” betrachten:

Zussammenfassung: Phase 2 einer Ökobilanz – Lebenszyklusinventaranalyse

Die Lebenszyklusinventaranalyse ist die Phase der Datenerfassung einer Ökobilanz. Wir sammeln die Daten und modellieren sie zu Eingangs- und Ausgangs- Strömen.

Wenn wir die Daten gesammelt haben, ist es an der Zeit, sie in der nächsten Phase zuzuordnen – der Lebenszyklus-Auswirkungs-Analyse (eng: Life Cycle Impact Assessment, LCIA).

 

Phase 3: Bewertung der Auswirkungen des Lebenszyklus

Bis jetzt haben wir in Phase 1 definiert, was wir messen und sammeln wollen. Dann haben wir in Phase 2 die Daten gesammelt und strukturiert.

In Phase 3, der Lebenszyklus-Auswirkungs-Analyse (eng: life cycle impact assessment, LCIA), bewerten wir, wie groß die Auswirkungen sind. Dies geschieht auf der Grundlage unseres Lebenszyklusinventar aus Phase 2.

In diesem Schritt gibt es 3 Hauptaufgaben.

Aufgabe 1: Auswahl von Indikatoren und Modellen

In Phase 1 unserer Ökobilanz haben wir unsere Wirkungskategorien auf der Grundlage unserer Ziele ausgesucht. Wirkungskategorien sind die Kategorien, in denen Sie Ihre Auswirkungen messen wollen. Zum Beispiel könnten Sie die Auswirkungen Ihrer Produkte auf den Klimawandel in CO₂-Äquivalenten messen wollen.

Jetzt untersuchen wir diese Wirkungskategorien genauer.

Es gibt viele Wirkungskategorien zur Auswahl (15+). Je nach Ziel und Umfang Ihrer Analyse können verschiedene Kategorien zutreffen. Die Folgenden werden am häufigsten verwendet:

Übliche Wirkungskategorien
  • Humantoxizität
  • Globales Erwärmungspotenzial (Kohlenstoff-Fußabdruck)
  • Ökotoxizität
  • Versauerung
  • Eutrophierung
Warum werden einige Wirkungskategorien in „Äquivalenten“ gemessen?

Einige Wirkungskategorien werden in Äquivalenten gemessen, die oft mit einem klein geschriebenen e oder eq angegeben werden, z. B. CO₂-e für CO₂-Äquivalent.

Dies liegt daran, dass mehrere Emissionen zur gleichen Wirkungskategorie beitragen. So wird beispielsweise der Klimawandel oder das globale Erwärmungspotenzial (GWP) in CO₂-Äquivalenten gemessen. Das bedeutet nicht, dass nur CO₂ zur globalen Erwärmung beiträgt, da beispielsweise auch Methan und Distickstoffoxid eine Rolle dabei spielen.

Um aber alle Gase in einem Indikator zusammenzufassen, werden alle anderen Gase in CO₂-Äquivalente umgerechnet.

Beispiel

1kg CO₂ = 1kg CO₂-Äquivalent

1kg Methan (CH4) = 25kg CO₂-Äquivalent

1kg Distickstoffoxid (N2O) = 298kg CO₂-Äquivalent

Durch die Zuweisung eines Äquivalents können wir alle diese Emissionen  miteinander vergleichen. Ähnlich wie wenn man verschiedene Währungen miteinander vergleichen möchte.

Die Berechnung der Äquivalente erfolgt jedoch erst in Schritt 3 unserer Folgenabschätzung. Zunächst müssen wir aus den Wirkungskategorien diejenigen auswählen, die für unsere Gesamtbewertung relevant sind.

Aufgabe 2: Klassifizierung

In diesem Schritt unserer Lebenszyklus-Auswirkungs-Analyse (LCIA) sortieren wir unser Lebenszyklusinventar und ordnen es unseren Wirkungskategorien zu.

Aufgabe 3: Wirkungsmessung

Im letzten Schritt unserer Wirkungsabschätzung berechnen wir schließlich alle unsere Äquivalente. Wir summieren sie zu Gesamtwirkungskategoriesummen.

Die Kategoriesummen können wie folgt aussehen:

  • Umweltkostenindikator (ECI) in EUR (oder anderen Währungen)
  • Erderwärmungspotenzial (CO₂-Äquivalent in kg)
  • Abbaupotenzial der stratosphärischen Ozonschicht (FCKW-11-Äquivalent in kg)
  • Versauerungspotenzial von Böden und Gewässern (SO2-Äquivalent in kg)
  • Eutrophierungspotenzial (PO4-3-Äquivalent in kg)
  • Bildungspotenzial von photochemischen Oxidantien in der Troposphäre (Ethen-Äquivalent in kg)
  • Abiotisches Erschöpfungspotenzial für nicht-fossile Ressourcen (Sb-Äquivalent in kg)
  • Humantoxizitätspotenzial (1,4-DB-Äquivalent in kg)
  • Süßwasser-Ökotoxizitätspotenzial (1,4-DB-Äquivalent in kg)
  • Aquatisches Ökotoxizitätspotenzial im Meer (1,4-DB-Äquivalent in kg)
  • Terrestrisches Ökotoxizitätspotenzial (1,4-DB-Äquivalent in kg)

 

Beispiel für eine Ökobilanz: LCIA

Jetzt, da wir wissen was wir messen wollen, wie sehen die Auswirkungen des T-Shirts aus? Schauen wir uns unser Beispiel in Ecochain Mobius noch einmal an. In diesem Beispiel haben wir uns entschieden, den Fußabdruck unseres T-Shirts in CO₂-Äquivalenten zu messen, was auch als Erderwärmungspotenzial  (eng: Global Warming Potential, GWP) bezeichnet wird.  Sie können sehen, dass ein Großteil der Auswirkungen des T-Shirts von der Elektrizität stammt.

 

Aber wie viel genau kommt von der Elektrizität? Mobius ermöglicht es uns andere Ansichten unserer Ergebnisse zu wählen. In der flachen Ansicht werden unsere Ergebnisse zusammengefasst:

 

Jetzt sehen wir, dass fast 50 % des Kohlenstoff-Fußabdrucks unserer T-Shirts tatsächlich von der Elektrizität stammen, die wir für ihre Herstellung verwenden. Nur etwa 18 % stammen von den Baumwollfasern.

Lassen Sie uns nun unsere Ergebnisse interpretieren.

Phase 4: Interpretation unserer Ökobilanz

Wie bereits erwähnt, können wir unsere Ergebnisse auch während der Bewertung interpretieren.

Das bedeutet, dass die Interpretation nicht unbedingt erst am Ende erfolgen muss.

Aber nun, dass alle Daten vorhanden sind, können wir die zuverlässigsten Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgeben.

Dies muss mit Bedacht geschehen – nur weil die Zahl drei niedriger ist als die Zahl vier, bedeutet das nicht, dass sie automatisch die bessere Alternative ist. Unsere Ergebnisse müssen in einen Kontext gestellt werden, um das Gesamtbild zu analysieren.

Was wir interpretieren wollen ist auch in den ISO-Normen zur Ökobilanzierung festgelegt.

Nach ISO 14044:2006 sollte die Interpretation einer Ökobilanz Folgendes beinhalten:

  • Identifizierung der wesentlichen Punkte auf der Grundlage unserer LCI- und LCIA-Phase
  • Bewertung der Studie selbst, wie vollständig sie ist, ob sie sachgemäẞ und konsequent durchgeführt wurde
  • Schlussfolgerungen, Einschränkungen und Empfehlungen

 

Was bedeutet das nun genau?

Es bedeutet, dass wir sicherstellen müssen, dass wir genaue Daten gesammelt und sie korrekt gemessen und analysiert haben. Erst dann können wir Empfehlungen aussprechen – andernfalls würden wir buchstäblich „voreilige Schlüsse“ ziehen!

Welche Schlussfolgerungen können wir aus unserer Bewertung ziehen?

Dies ist der spannende Teil unserer Bewertung.

Wir haben die ganze Aufgabe damit begonnen, unsere Ziele im Voraus zu definieren.

Jetzt, nachdem wir viele Erkenntnisse über unser Produkt oder unsere Dienstleistung gewonnen haben, können wir die erzielten Schlussfolgerungen ziehen, z. B.:

  • Wie hoch sind die Emissionen des Produkts oder der Dienstleistung?
  • Wie schneidet das Produkt im Vergleich zu anderen Produkten in unserem Portfolio ab?
  • Was sind die größten Hebel, um die Auswirkungen unseres Produkts zu verringern?
  • Können wir das Produkt effizienter herstelllen?

Beispiel für eine Ökobilanz: Auswertung

Erinnern Sie sich an unser T-Shirt-Beispiel?

Ecochain Mobius hat uns gezeigt, dass die größte Auswirkung, nämlich fast 50 %, durch den Stromverbrauch bei der Herstellung entsteht. Auf dieser Grundlage können wir nun bessere Entscheidungen treffen. Wir könnten z. B. versuchen, den Stromverbrauch in der Produktion zu senken oder auf eine grüne Energiequelle umsteigen. Das ist potenziell viel einfacher, als zum Beispiel die Baumwolle auszutauschen, die wir verwenden.

In Mobius können Sie viele weitere Beispiele für die Ökobilanz eines T-Shirts sehen. Wir haben bereits modellierte T-Shirts mit verschiedenen Materialien und Farben, die Sie sich ansehen können! Probierien Sie Mobius kostenlos aus.

Jetzt sollten wir ein ziemlich tiefes Verständnis davon haben, was eine Ökobilanz tut, warum wir sie durchführen – und wie.

Im nächsten Kapitel befassen wir uns mit den rechtlichen und technischen Standards, die festlegen, wie eine Ökobilanz durchgeführt werden sollte.

4. LCA-Normen und die rechtliche Situation – ein kurzer Überblick

ISO- und andere Normen sind absolut notwendig.

Allerdings kann es technisch und zeitaufwendig sein, sich mit ihnen zu beschäftigen. Um unseren Leitfaden vollständig zu machen, werden wir nur kurz erklären, was die einzelnen ISO-Normen definieren.

ISO 14000: Normen für das Umweltmanagement

Die ISO 14000-Umweltmanagementnormen sind eine Familie von Normen. Sie legen fest, wie Unternehmen und Organisationen ihre Umweltverantwortung wahrnehmen.

Die folgenden Normen gehören, wie die Zahlen (14xxx) zeigen, zu dieser Familie. LCA-Software und jede Umweltmanagement-Software sollte diese Normen erfüllen, ebenso wie unsere eigene Umweltintellligenz Platform dies tut.

  • ISO 14001: Umweltmanagementsystem: Die ISO 14001 definiert die Kriterien, die Umweltmanagementsysteme erfüllen müssen. Sie stellt sicher, dass die Umweltauswirkungen gemessen und verbessert werden.
  • ISO 14021: Umweltbezogene Angaben und Kennzeichnungen: ISO 14021 legt fest, wie spezifisch Umweltaussagen sein müssen und wie sie formuliert und dokumentiert werden müssen.
  • ISO 14040:2006: Rahmenwerk für Ökobilanzen: ISO 14040:2006 definiert die Prinzipien und de Struktur einer Ökobilanz. Viele Teile dieses Artikels basieren auf der ISO 14040:2006.
  • ISO 14044: Die Aktualisierung: ISO 14044 ersetzte frühere Versionen von ISO 14041 bis ISO 14043.
  • ISO 14067: Quantifizierung des Kohlenstoff-Fußabdrucks: ISO 14067 legt fest, wie der Kohlenstoff-Fußabdruck von Produkten im Rahmen einer Lebenszyklusanalyse quantifiziert wird.
  • ISO 50001: Effizientes Energiemanagement: Die ISO 50001 definiert Energiemanagementsysteme.

 

EN 15804: Europäische Norm für Umweltproduktdeklarationen (EPD) in der Bauindustrie

EN 15804 definiert den Rahmen von Umweltproduktdeklarationen in der Bauindustrie.

 

PAS 2050 & GHG-Protokoll – Carbon Footprinting

PAS 2050 und das Treibhausgas (eng: greenhouse gas, GHG) Protokoll sind Standards zur Definition und Messung von Emissionen.

 

Life Cycle Accounting und Reporting Standard

Dieser Standard definiert, wie der Lebenszyklus bilanziert und berichtet werden kann.

 

GRI-Datenrahmenumgebung

Die Global Reporting Initiative bietet einen Rahmen für die Bewertung der Umweltauswirkungen von Unternehmen und ihrer Lieferkette.

 

Europäische Energieeffizienz-Richtlinie

Die Europäische  Energieeffizienz-Richtlinie ist eine Reihe verbindlicher Maßnahmen, die der EU helfen sollen, ihr Ziel von 20 % Energieeffizienz bis 2020 zu erreichen. Gemäß der Richtlinie sind alle EU-Länder verpflichtet, Energie auf allen Stufen der Energiekette, von der Produktion bis zum Endverbrauch, effizienter zu nutzen.

 

PEF (Product Environmental Footprint) und OEF (Organisation Environmental Footprint)

PEF und OEF befinden sich derzeit in der Entwicklung. Mit PEF und OEF will die Europäische Kommission die Methodik zur Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von Produkten und Organisationen harmonisieren. Das System befindet sich seit mehreren Jahren in der Entwicklung und wird am Ende eine standardisierte Methode zur Bewertung der Auswirkungen, eine Datenbank mit LCI-Hintergrunddaten und Berechnungsregeln (eng: product environmental footprint category rules, PEFCR) für verschiedene Industriesektoren bieten.

5. LCA: Kritik

Wir haben identifiziert, wie Umweltmanagement im Allgemeinen und Ökobilanzen im Besonderen standardisiert werden.

Dennoch gibt es einige Kritikpunkte am Konzept der Ökobilanz, die erwähnt werden sollten.

Systemdenken und begrenzte Grenzen

Ökobilanzen streben nach Verbesserungen bei bestehenden Produkten. In einem größeren Maßstab sind diese Verbesserungen oft nur gering. So kann ein Unternehmen beispielsweise einen nachhaltigeren Rohstoff für ein Produkt wählen, während in Wirklichkeit die Lieferkette eines ganz anderen Produkts die größten Umweltauswirkungen des Unternehmes verursacht.

Aus diesem Grund haben wir unser Tool Ecochain Helix für den Massenfußabdruck entwickelt. Helix wendet unseren einzigartigen aktivitätsbasierten Footprinting-Ansatz an, um einen Fußabdruck für komplette Produktionsstandorte zu erstellen und gleichzeitig Ökobilanzen für alle Ihre Produkte zu erstellen. Auf diese Weise können Unternehmen Hotspots ihrer Umweltauswirkungen auf Unternehmens- und Produktebene ausfindig machen – und diese effizienter reduzieren. Dieser Ansatz ist viel dynamischer als eine herkömmliche Ökobilanz – wenn sich ein Aspekt in der Kette ändert, werden alle Daten dynamisch aktualisiert.

Durchschnittswerte und Stichproben anstelle von tatsächlichen Daten

Häufig stützen sich Ökobilanzen auf Branchendurchschnittswerte (so genannte Sekundärdaten), weil es an tatsächlichen Rohdaten (Primärdaten) mangelt. Dies wird als ungenau kritisiert. Lesen Sie hier mehr über dieses Problem.

Fehlende soziale Auswirkungen

In einer Ökobilanz werden die sozialen Auswirkungen nicht berücksichtigt. Soziale Aspekte sind jedoch oft mit den Umweltaspekten der Nachhaltigkeit verknüpft. Dies wird in einer Ökobilanz nicht berücksichtigt. Eine soziale Ökobilanz ist jedoch in der Entwicklung.

6. Software und Werkzeuge für Lebenszyklusanalysen

Ökobilanzen können sehr technisch sein und lange Berechnungen erfordern. Und natürlich können Tools und Softwarelösungen diese Arbeit erleichtern. Wir haben in einem anderen Beitrag eine Übersicht über LCA-Tools erstellt.

Wir sind jedoch der Meinung, dass Ökobilanz-Tools für Unternehmen immer noch nicht so zugänglich sind, wie sie es sein SOLLTEN. Aus diesem Grund haben wir unsere beiden eigenen Produkt-Fußabdruck-Werkzeuge entwickelt: Helix und Mobius.

Ecochain Helix: Hunderte von LCAs. Auf einen Schlag.

Ecochain Helix ist unser effizientes Massen-Fußabdruck-Werkzeug. Anstatt jeweils eine einzelne Ökobilanz zu berechnen, ermöglicht Ecochain Helix produzierenden Unternehmen die Berechnung von Ökobilanzen für ihr gesamtes Produktportfolio und (mehrere) Produktionsstandorte – auf einen Schlag. Basierend auf den Eingangs- und Ausgangs-flüssen Ihres Unternehmens.

Fordern Sie hier eine kostenlose Helix-Demo an.

Ecochain Mobius: Messen & Gestalten Sie nachhaltigere Produkte. 

Ecochain Mobius ist unser einfaches Produkt-Fußabdruck-Werkzeug. Es ermöglicht Ihnen, den Fußabdruck Ihres Produkts zu messen – in nur 15 Minuten. Mobius eignet sich am besten, wenn Sie in Ihrem Unternehmen nachhaltiges Produktdesign einführen möchten.  Sie erhalten Zugriff auf die weltweit größten Datenbanken für Umweltauswirkungen, in der Sie Informationen zu jedem Material, jedem Inhaltsstoff und jeder Komponente finden. Testen Sie alternative Materialien und Designs und vergleichen Sie Ihr Produkt mit Industriestandards.

Schnell, einfach, glaubwürdig. Probieren Sie es selbst aus – starten Sie jetzt Ihre 14-tägige kostenlose Mobius-Testversion

Beginnen Sie selbst mit LCA. Heute noch.

Vielen Dank, dass Sie unseren vollständigen Leitfaden für Einsteiger in die Ökobilanzierung gelesen haben. Wir hoffen, dass Sie nun ein tieferes Verständnis dafür haben, wie Ökobilanzen funktionieren und wie sie Ihnen helfen können.

Ecochain hilft Unternehmen, ihre Umweltdaten in Geschäftsmöglichkeiten zu verwandeln. Unsere LCA-Software ermöglicht es Unternehmen, den ökologischen Fußabdruck ihrer Produkte zu messen, zu verstehen und geltend zu machen. Effizient und zugänglich.

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